Kreatin & Taurin: Wie zwei unscheinbare Moleküle deine Zellenergie stärken

Kreatin & Taurin: Wie zwei unscheinbare Moleküle deine Zellenergie stärken

Lesezeit: 9–10 Minuten

iüLabs – Kurz erklärt

Warum passen Kreatin und Taurin so gut zusammen?

Kreatin und Taurin erfüllen unterschiedliche Aufgaben im Energiestoffwechsel und ergänzen sich deshalb besonders gut. Kreatin unterstützt die schnelle Regeneration von ATP und damit die unmittelbare Energieversorgung der Zellen. Taurin schützt Zellmembranen und Mitochondrien und trägt zu einer langfristig stabilen Zellenergie bei. Gemeinsam unterstützen beide eine effiziente Energieversorgung für Körper und Gehirn – insbesondere als Teil einer bioverfügbaren, wissenschaftlich abgestimmten Formulierung.

Übersicht

  1. Einleitung
  2. Grundlagen: Was sind Kreatin & Taurin?
  3. Zellenergie: ATP, Phosphokreatin & Mitochondrien
  4. Taurin: Membranschutz, Calcium & antioxidative Wirkung
  5. Gehirn & Muskel: Was die Studien zeigen
  6. Synergien & Kombination mit Mikronährstoffen
  7. Praxis: Anwendung im Alltag – ohne Zahlenfokus
  8. Fazit
  9. Referenzen


Einleitung

Kreatin und Taurin kennst du vielleicht aus dem Leistungssport – doch ihre Rolle geht weit über Muskelkraft hinaus. Beide Moleküle sind zentrale Stellschrauben deines zellulären Energiestoffwechsels und wirken dort, wo Energie tatsächlich entsteht: in den Mitochondrien. Während Kreatin als eine Art „Energiespeicher und -überträger“ fungiert, der in Sekundenbruchteilen neues ATP – die molekulare Energieeinheit deiner Zellen – bereitstellen kann, wirkt Taurin eher als „Zellschutz und Regulator“. Es stabilisiert Zellmembranen, sorgt für ausgeglichene Ionenflüsse (vor allem Calcium und Natrium) und schützt Mitochondrien vor oxidativem Stress.

Beide Substanzen ergänzen sich ideal: Kreatin sorgt für schnellen Energienachschub, wenn Zellen gefordert sind – im Gehirn ebenso wie in der Muskulatur. Taurin bewahrt die Mitochondrien davor, unter dieser Belastung Schaden zu nehmen, und hält ihre Leistung langfristig stabil. Studien zeigen, dass diese Kombination nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert, sondern auch mentale Klarheit, Stressresistenz und Konzentrationsfähigkeit unterstützt.

Kurz gesagt: Kreatin und Taurin sind kein kurzfristiger „Booster“, sondern Bausteine für eine langfristige Unterstützund des Energiemetabolismus. Sie helfen deinem Körper, Energie effizienter zu erzeugen, zu nutzen und tragen zur zellulären Regeneration der Mitochondrien bei – egal, ob du gerade trainierst, konzentriert arbeitest oder dich von einem anstrengenden Tag erholst.

Warum werden Kreatin und Taurin häufig gemeinsam empfohlen?

Kreatin und Taurin übernehmen unterschiedliche Aufgaben im Energiestoffwechsel – genau deshalb werden sie häufig gemeinsam eingesetzt. Während Kreatin die schnelle Regeneration von ATP unterstützt und damit kurzfristig Energie bereitstellen kann, trägt Taurin dazu bei, Zellmembranen zu stabilisieren, den Calciumhaushalt zu regulieren und Mitochondrien vor oxidativem Stress zu schützen. Beide Mechanismen greifen ineinander: Kreatin unterstützt die Energiebereitstellung, Taurin hilft dabei, die zellulären Voraussetzungen für eine langfristig stabile Energieproduktion aufrechtzuerhalten.

Deshalb richtet sich das Interesse an Kreatin und Taurin längst nicht mehr ausschließlich an Sportler. Auch Menschen mit hoher mentaler Belastung, langen Arbeitstagen oder dem Wunsch nach einer gleichmäßigen Energieversorgung interessieren sich zunehmend für die Kombination. Entscheidend ist dabei weniger die isolierte Wirkung eines einzelnen Inhaltsstoffs, sondern das Zusammenspiel mehrerer biologischer Prozesse – von der ATP-Bildung über den Schutz der Mitochondrien bis hin zu einer effizienten Versorgung der Zellen mit Energie.

Grundlagen: Was sind Kreatin & Taurin?

Kreatin ist eine körpereigene Verbindung, die aus den Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin gebildet wird. Rund 95 % des gesamten Kreatins befinden sich in der Skelettmuskulatur, wo es als Phosphokreatin gespeichert ist – eine Art kurzfristiger Energiespeicher, der überall dort einspringt, wo der Energiebedarf plötzlich ansteigt. Der restliche Anteil befindet sich in energieintensiven Organen wie Gehirn, Herz und Leber. Über einen sogenannten Phosphat-Shuttle sorgt Kreatin dafür, dass aus ADP wieder ATP entsteht – also aus „verbrauchter“ Energie wieder nutzbare Energie. Dieser Mechanismus läuft in Sekundenbruchteilen ab und ist entscheidend, wenn Zellen kurzfristig mehr Leistung erbringen müssen – sei es bei körperlicher Aktivität oder geistiger Konzentration.

Kreatin unterstützt die ATP-Regeneration und den Energiestoffwechsel in den Mitochondrien.

Taurin hingegen ist eine schwefelhaltige Aminosäure, genauer gesagt eine Aminoethansulfonsäure, die in besonders hoher Konzentration in Herz, Gehirn und Netzhaut vorkommt. Anders als klassische Aminosäuren wird Taurin nicht in Proteine eingebaut, sondern übernimmt spezialisierte Aufgaben: Es stabilisiert Zellmembranen, reguliert den Wasser- und Ionenaustausch (vor allem von Calcium und Natrium) und wirkt als Antioxidans in den Mitochondrien. Dort schützt es die empfindliche Zellmaschinerie vor oxidativem Stress und unterstützt gleichzeitig die Energieproduktion. Dadurch trägt Taurin maßgeblich dazu bei, dass deine Zellen auch unter Belastung funktionsfähig, widerstandsfähig und energieeffizient bleiben.

Zellenergie: ATP, Phosphokreatin & Mitochondrien

ATP – Adenosintriphosphat – ist die zentrale „Energieeinheit“ deines Körpers, vergleichbar mit einer Währung, die jede Zelle zum Arbeiten braucht. Da das Gehirn rund um die Uhr Energie benötigt, spielt dieser Mechanismus nicht nur für die Muskulatur, sondern auch für Konzentration, Aufmerksamkeit und mentale Leistungsfähigkeit eine wichtige Rolle. Wann immer du denkst, sprintest, hebst oder auch nur atmest, wird ATP verbraucht und dabei zu ADP (Adenosindiphosphat) gespalten. Damit die Energieversorgung in energieintensiven Phasen nicht abreißt, kommt Kreatin ins Spiel: Es gibt sein gespeichertes Phosphat an ADP ab und regeneriert so innerhalb von Sekunden neues ATP. Dieser schnelle Recycling-Prozess wirkt wie ein Energiepuffer, der besonders in Momenten kurzfristiger, hoher Belastung entscheidend ist – ob in der Muskulatur beim Training oder in den Nervenzellen des Gehirns, die permanent Energie in hoher Dichte benötigen.

Kreatin ist dabei nicht nur ein Energiespeicher, sondern auch ein Vermittler zwischen den Mitochondrien, den eigentlichen Kraftwerken der Zelle, und den Orten, an denen Energie verbraucht wird. Über das Enzym Kreatin-Kinase (mtCK) bildet sich ein regelrechter Energie-Shuttle, der ATP aus den Mitochondrien zu den Verbrauchsorten transportiert und gleichzeitig ADP zurückführt. Auf diese Weise bleibt die Energiebereitstellung stabil, auch wenn der Energieverbrauch kurzzeitig sehr hoch ist. Das Ergebnis: Zellen können schneller, effizienter und mit weniger oxidativem Stress Energie bereitstellen – ein Vorteil, der sich nicht nur in sportlicher Leistung, sondern auch in mentaler Klarheit und Belastbarkeit bemerkbar macht.

iüLabs Einordnung

Zellenergie beginnt nicht erst beim Inhaltsstoff

Kreatin und Taurin können wichtige Prozesse der Zellenergie unterstützen. Entscheidend ist jedoch nicht nur, welche Nährstoffe enthalten sind, sondern auch, wie sie aufgenommen, transportiert und den Zellen zur Verfügung gestellt werden.

Deshalb kombiniert der iüVitalizer Kreatin, Taurin und weitere sorgfältig ausgewählte Mikronährstoffe in einer bioverfügbaren Formulierung auf Basis der SoluSmart®-Technologie. Statt einzelne Inhaltsstoffe möglichst hoch zu dosieren, setzt iüLabs auf wissenschaftlich fundierte Synergien, intelligente Formulierungen und hohe Bioverfügbarkeit.

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Taurin: Membranschutz, Calcium & antioxidative Wirkung

Taurin wirkt im Körper wie ein Schutz- und Regulationssystem auf Zellebene. Es stabilisiert die empfindlichen Phospholipidmembranen, die jede Zelle umgeben, und sorgt dafür, dass Zellprozesse reibungslos ablaufen. Eine seiner wichtigsten Funktionen betrifft jedoch das Calcium-Management: Calcium ist einer der zentralen Botenstoffe des Körpers, notwendig für Muskelkontraktion, Nervenweiterleitung und die Aktivität der Mitochondrien. Taurin sorgt dafür, dass Calcium weder zu viel noch zu wenig freigesetzt wird – und schützt so vor Energieverlust und Überreizung.

Taurin trägt zur Stabilität von Zellmembranen und Mitochondrien bei.

In den Mitochondrien übernimmt Taurin zusätzlich eine antioxidative und stabilisierende Rolle. Es schützt die Elektronentransportkette, in der ATP produziert wird, vor Störungen und kann die Entstehung freier Radikale (reaktiver Sauerstoffspezies) reduzieren. Das bedeutet: weniger oxidativer Stress und eine effizientere ATP-Synthese – also mehr Energie pro eingesetztem Nährstoff.

Darüber hinaus wirkt Taurin auch im Nervensystem regulierend. Es moduliert Neurotransmitter-Systeme wie das GABA-System, das für Ruhe, Konzentration und emotionale Stabilität sorgt. Dadurch entsteht eine Art „ruhige Wachheit“ – ein Zustand, in dem du dich konzentriert, ausgeglichen und gleichzeitig leistungsfähig fühlst. Besonders in Kombination mit sanften Aktivatoren wie Koffein oder L-Theanin sorgt Taurin so für eine harmonische, nachhaltige Energie – ohne Nervosität oder Absturz danach.

Gehirn & Muskel: Was die Studien zeigen

Kognition & Fokus:
Forschungsergebnisse zeigen, dass Kreatin nicht nur für die Muskeln, sondern auch für das Gehirn von Bedeutung ist. Das Gehirn gehört zu den energiehungrigsten Organen des Körpers – es verbraucht rund 20 % des gesamten ATP. Kreatin kann hier helfen, kurzfristige Energieengpässe zu überbrücken und die Verfügbarkeit von ATP in Nervenzellen zu stabilisieren. Studien belegen, dass Menschen, die Kreatin ergänzen, in Tests zu Aufmerksamkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und geistiger Ausdauer oft besser abschneiden – besonders unter Bedingungen wie Schlafmangel, Stress oder intensiver geistiger Arbeit. Taurin wirkt auf einer anderen Ebene: Es stabilisiert die neuronale Aktivität, schützt Nervenzellen vor Überreizung und kann Stressmarker wie Cortisol sowie entzündliche Botenstoffe senken. Das Ergebnis ist eine ruhigere, fokussiertere und gleichzeitig energieeffizientere mentale Leistungsfähigkeit.

Darstellung des Energiestoffwechsels im Gehirn mit Fokus auf ATP und Mitochondrien.

Muskel & Alltagspower:
Kreatin ist eine der am besten erforschten Substanzen im Bereich der Sport- und Leistungsphysiologie – und seine Wirkung ist gut dokumentiert. Es erhöht die ATP-Resynthese in den Muskelzellen, wodurch Muskeln länger und stärker arbeiten können, bevor Ermüdung einsetzt. Darüber hinaus beschleunigt es die Regeneration nach intensiver Belastung, weil es die Wiederauffüllung der Energiespeicher unterstützt. Taurin wirkt ergänzend: Es stabilisiert die Calciumverfügbarkeit in den Muskelzellen, was für eine präzise und kraftvolle Kontraktion entscheidend ist. Gleichzeitig schützt es Zellmembranen vor oxidativem Stress und kann dadurch Mikroschäden nach Belastung reduzieren – ein Faktor, der nicht nur für Sportler, sondern auch für Menschen mit hohem Alltagsstress oder körperlich fordernden Berufen relevant ist.

Stoffwechsel & Herz:
Auch im Herz-Kreislauf-System spielen Kreatin und Taurin eine wichtige Rolle. Kreatin unterstützt den Energiefluss in Herzmuskelzellen, die dauerhaft aktiv sind und konstant Energie benötigen. Dadurch kann es helfen, die energetische Stabilität des Herzens aufrechtzuerhalten – besonders bei hoher Beanspruchung. Taurin wiederum zeigt in zahlreichen Studien blutdrucksenkende, antioxidative und entzündungshemmende Effekte. Es verbessert die Funktion der Blutgefäße und trägt zu einem gesunden Lipid- und Glukosestoffwechsel bei. Zusammen fördern beide Substanzen einen ausgeglichenen Energiestoffwechsel im gesamten Körper und schützen gleichzeitig vor oxidativem Stress – ein Schlüsselmechanismus für langfristige Vitalität und Herzgesundheit.

Synergien & Kombination mit Mikronährstoffen

Die Wirkung von Kreatin und Taurin beruht auf unterschiedlichen biologischen Mechanismen, die sich gegenseitig sinnvoll ergänzen. Während Kreatin die schnelle ATP-Regeneration unterstützt, trägt Taurin dazu bei, Mitochondrien und Zellmembranen langfristig funktionsfähig zu halten. Es hält das Zellmilieu im Gleichgewicht, schützt die Mitochondrien vor oxidativem Stress und sorgt dafür, dass Energieprozesse reibungslos ablaufen. Zusammen ergeben beide eine Art Energie-Doppelstrategie – Kreatin für den schnellen Energiebedarf, Taurin für langfristige Belastbarkeit und Zellschutz.

Damit diese Prozesse optimal ablaufen, spielen weitere Cofaktoren eine entscheidende Rolle. Magnesium und die B-Vitamine (B3, B5, B6) sind unverzichtbar für die Funktion der Enzyme, die an der ATP-Bildung und dem Energiestoffwechsel beteiligt sind. Polyphenole wie Quercetin oder Resveratrol unterstützen zusätzlich die Mitochondrien-Biogenese – also die Bildung neuer, gesunder Mitochondrien – und stärken die körpereigenen Antioxidationssysteme. Adaptogene Pflanzenstoffe wie Rhodiola rosea oder Ginseng helfen dem Organismus, Stresssituationen besser zu regulieren, und erhöhen die mentale wie körperliche Widerstandsfähigkeit.

In modernen, komplexen Energie-Formeln ist daher nicht die isolierte Menge eines einzelnen Stoffes entscheidend, sondern die gezielte Synergie und hohe Bioverfügbarkeit. Ein klug abgestimmtes Zusammenspiel verschiedener Wirkstoffe – kombiniert in einer koordinierten Matrix, etwa auf Basis von Phospholipiden oder MCT-Ölen – kann bewirken, dass Nährstoffe effizienter aufgenommen und direkt in die Zellen transportiert werden. Dadurch entsteht oft ein größerer funktioneller Effekt, selbst wenn die Konzentrationen einzelner Inhaltsstoffe niedriger sind. Genau dieses Prinzip steht im Mittelpunkt ganzheitlicher Energie-Formulierungen: Weniger isolierte Power, mehr systemische Wirkung.

Praxis: Anwendung im Alltag – ohne Zahlenfokus

Anstatt den Fokus auf die isolierte „Höchstmenge“ einzelner Wirkstoffe zu legen, ist es deutlich sinnvoller, auf Regelmäßigkeit, Verträglichkeit und intelligente Kombination zu achten. Denn Zellen reagieren weniger auf extreme Spitzen, sondern auf konstante, wiederkehrende Signale, die ihren Energiehaushalt stabilisieren und die Mitochondrien langfristig trainieren.

Für spürbar gleichmäßige Energie im Alltag kommt es auf mehrere Faktoren an:

  • Regelmäßigkeit: Der Körper bevorzugt ein stabiles Versorgungssignal. Eine tägliche, moderate und gut verträgliche Aufnahme von bioaktiven Substanzen ist oft wirkungsvoller als gelegentliche hohe Dosen.
  • Bioverfügbarkeit: Nicht alles, was eingenommen wird, kommt auch in den Zellen an. Transport- und Trägerstoffe wie Phospholipide oder MCT-Öle verbessern die Aufnahme fett- und wasserlöslicher Verbindungen und sorgen dafür, dass Nährstoffe dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
  • Synergie statt Solo: Einzelstoffe entfalten ihr volles Potenzial oft erst im Zusammenspiel. Kreatin und Taurin wirken gemeinsam besonders harmonisch – unterstützt durch Magnesium, B-Vitamine und Polyphenole, die als Enzymaktivatoren und Zellschutzsysteme fungieren.
  • Alltagskontext: Auch Lebensstilfaktoren spielen eine Rolle. Eine gesunde Ernährung, gute Hydration, erholsamer Schlaf, natürliches Tageslicht und kurze Bewegungsimpulse aktivieren dieselben zellulären Signalwege, die auch durch Mikronährstoffe unterstützt werden – und verstärken so die Gesamtwirkung und eine leistungsfähige mitochondriale Gesundheit.

Das Resultat ist keine kurzfristige Leistungssteigerung, sondern eine nachhaltige Steigerung von Fokus, Resilienz und Vitalität – Tag für Tag spürbar.

Häufige Fragen zu Kreatin und Taurin

Kann man Kreatin und Taurin zusammen einnehmen?

Ja, Kreatin und Taurin können sinnvoll kombiniert werden, weil sie unterschiedliche Aufgaben im Energiestoffwechsel erfüllen. Kreatin unterstützt die schnelle Regeneration von ATP, während Taurin Zellmembranen stabilisiert, den Calciumhaushalt reguliert und Mitochondrien vor oxidativem Stress schützt. Zusammen entsteht ein ergänzendes Zusammenspiel aus Energiebereitstellung und Zellschutz.

Was ist der Unterschied zwischen Kreatin und Taurin?

Kreatin wirkt vor allem als kurzfristiger Energiespeicher. Es hilft dabei, aus ADP wieder ATP zu bilden – die zentrale Energieeinheit der Zellen. Taurin ist dagegen stärker an Zellschutz, Membranstabilität, Calciumregulation und antioxidativen Prozessen beteiligt. Vereinfacht gesagt: Kreatin unterstützt die schnelle Energieverfügbarkeit, Taurin die Stabilität und Belastbarkeit der Zelle.

Unterstützt Kreatin auch das Gehirn?

Ja. Das Gehirn hat einen sehr hohen Energiebedarf und ist auf eine stabile ATP-Versorgung angewiesen. Studien zeigen, dass Kreatin die mentale Leistungsfähigkeit besonders unter Belastung, Schlafmangel oder intensiver geistiger Arbeit unterstützen kann. Deshalb wird Kreatin heute nicht mehr nur im Sport, sondern auch im Zusammenhang mit Fokus, Konzentration und kognitiver Belastbarkeit diskutiert.

Hat Taurin etwas mit Energy Drinks zu tun?

Taurin ist zwar vielen aus Energy Drinks bekannt, seine biologische Rolle geht jedoch deutlich weiter. Im Körper kommt Taurin natürlicherweise in hoher Konzentration in Herz, Gehirn, Muskeln und Netzhaut vor. Dort unterstützt es Zellmembranen, den Wasser- und Ionenaustausch, antioxidative Prozesse und die mitochondriale Funktion.

Sind Kreatin und Taurin nur für Sportler interessant?

Nein. Obwohl Kreatin und Taurin aus dem Sportbereich bekannt sind, sind beide auch für Menschen mit hoher mentaler Belastung, stressigem Alltag oder zunehmendem Energiebedarf interessant. Gehirn, Herz und Muskulatur gehören zu den energieintensivsten Geweben des Körpers – und profitieren besonders von einer stabilen zellulären Energieversorgung.

Welche Rolle spielen Mitochondrien bei Kreatin und Taurin?

Mitochondrien sind die Orte, an denen ein Großteil der zellulären Energie entsteht. Kreatin unterstützt den schnellen Austausch und die Regeneration von ATP zwischen Mitochondrien und Energieverbrauchsorten. Taurin schützt mitochondriale Strukturen, reguliert wichtige Ionenströme und kann oxidativen Stress reduzieren. Beide Stoffe greifen also an unterschiedlichen Punkten der Zellenergie an.

Warum sind Synergien wichtiger als hohe Einzeldosen?

Der Energiestoffwechsel funktioniert nicht über einen einzelnen Inhaltsstoff, sondern über ein Netzwerk aus Nährstoffen, Enzymen, Cofaktoren und Zellstrukturen. Deshalb kann eine gut abgestimmte Kombination aus Kreatin, Taurin, B-Vitaminen, Magnesium, Polyphenolen und weiteren Mikronährstoffen oft sinnvoller sein als der reine Fokus auf hohe Einzeldosierungen. Entscheidend ist, wie gut die Stoffe zusammenwirken und wie effizient sie dem Körper zur Verfügung stehen.

Fazit

Kreatin und Taurin sind weit mehr als klassische Sport-Supplements – sie gehören zu den zentralen Bausteinen eines gesunden Zellstoffwechsels. Beide wirken an unterschiedlichen, aber komplementären Punkten des Energiesystems: Kreatin sorgt für den schnellen Nachschub an ATP, der universellen Energieeinheit des Körpers, während Taurin die Mitochondrien schützt, die Zellmembranen stabil hält und das innere Gleichgewicht der Zellen bewahrt.

Ihr größter Nutzen zeigt sich nicht in isolierter Hochdosierung, sondern in intelligenter Kombination und langfristiger Anwendung. Wenn beide Stoffe zusammen mit wichtigen Cofaktoren – etwa Magnesium, B-Vitaminen und antioxidativen Pflanzenstoffen – in einer gut bioverfügbaren Matrix eingesetzt werden, entsteht ein harmonisches Energiesystem, das Leistung, Regeneration und mentale Klarheit gleichermaßen unterstützt.

So zeigt die Forschung: Es geht weniger um „mehr“, sondern um effizientere Energie-Nutzung – und um den Schutz der Zellstrukturen, die diese Energie überhaupt erzeugen. Kreatin und Taurin sind damit keine kurzfristigen Booster, sondern strategische Bausteine für nachhaltige Vitalität, Fokus und Resilienz – in jeder Lebensphase.

Referenzen
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