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iüLabs – Kurz erklärt
Ist Kreatin ab 40 sinnvoll?
Kreatin ist längst kein reines Sportler-Supplement mehr. Während sich die Forschung früher vor allem auf seine Wirkung in der Muskulatur konzentrierte, rücken heute zunehmend weitere Funktionen in den Fokus. Kreatin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Energiestoffwechsels und hilft dabei, verbrauchtes ATP – die unmittelbar verfügbare Energie unserer Zellen – schnell wiederherzustellen. Mit zunehmendem Alter werden Muskelerhalt, Regeneration und körperliche Belastbarkeit immer wichtiger. Studien zeigen, dass eine Kreatin-Supplementierung insbesondere in Kombination mit Krafttraining zusätzliche Vorteile für Muskelmasse und Kraft bieten kann. Aber auch unser Gehirn nutzt das Kreatin-System für seine Energieversorgung. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Kreatin eine interessante Rolle für kognitive Funktionen wie Gedächtnis und Aufmerksamkeit spielen könnte.
Übersicht
- Warum Kreatin ab 40 interessanter wird
- Was Kreatin im Körper macht
- Kreatin für Muskeln und körperliche Leistungsfähigkeit
- Was Kreatin mit dem Gehirn zu tun hat
- Unterschiede zwischen Männern und Frauen
- Kreatin richtig einnehmen
- Wassereinlagerungen, Verträglichkeit und Sicherheit
- Was Kreatin nicht leisten kann
- Fazit
- FAQ
Warum Kreatin ab 40 interessanter wird
Mit zunehmendem Alter stellen viele fest, dass die Erholung nach dem Training länger dauert, ein anstrengender Arbeitstag stärker nachhängt und der Erhalt von Kraft und Muskelmasse schwieriger wird.
Diese Veränderungen beginnen natürlich nicht plötzlich genau mit dem 40. Geburtstag. Alterungsprozesse entwickeln sich schrittweise und verlaufen zudem bei jedem Menschen anders. Wie früh und wie deutlich sie spürbar werden, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, darunter unsere Gene, aber auch Faktoren, die wir selbst beeinflussen können wie Bewegung, Ernährung, Schlaf oder Stress.
Trotzdem ist die Zeit um den 40. Geburtstag ein sinnvoller Zeitpunkt, um den Blickwinkel realistisch zu justieren. Während in jüngeren Jahren häufig die reine Leistungssteigerung im Vordergrund steht, geht es nun zunehmend auch darum, unsere Gesundheit und Fitness so gut es geht zu zu trainieren und zu erhalten. Besonderes Augenmerk sollten wir dabei auf ausreichend Kraft für Alltag und Sport, eine belastbare Muskulatur, gute und ausreichende Regeneration und körperliche Selbstständigkeit legen. Aber auch unsere geistige Fitness können wir tagtäglich trainieren.
Kreatin ist in diesem Zusammenhang interessant, weil es an einem grundlegenden Prozess beteiligt ist: der schnellen Bereitstellung von Zellenergie.
Keine magische Altersgrenze
Ab 40 bezeichnet keine feste biologische Altersgrenze, sondern dient lediglich als Orientierung. Wie sich Muskelmasse, Kraft und Regeneration entwickeln, hängt stärker von individuellen Faktoren wie Trainingszustand, Ernährung, Gesundheit und Lebensstil ab als von unserem kalendarischen Alter. Daher kann Kreatin je nach persönlicher Situation auch früher oder später interessant sein.
Was Kreatin im Körper macht
Kreatin ist eine körpereigene Verbindung, die vor allem in unserer Muskulatur gespeichert wird. Unser Körper kann Kreatin aus den Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin selbst bilden. Zusätzlich nehmen wir Kreatin über tierische Lebensmittel auf, insbesondere über Fleisch und Fisch.
Rund 95 Prozent des körpereigenen Kreatins befinden sich in der Skelettmuskulatur. Dort wird ein großer Teil als Phosphokreatin gespeichert. Die übrigen Mengen finden sich unter anderem in energieintensiven Organen wie Gehirn, Herz und Leber.
In den Zellen liegt ein Teil des Kreatins als Phosphokreatin vor. Du kannst es Dir wie einen kleinen Energiespeicher vorstellen, der einspringt, wenn der Bedarf plötzlich steigt. Denn unsere unmittelbare Energiequelle ATP ist nur in begrenzter Menge vorhanden und wird bei Belastung schnell verbraucht. Phosphokreatin hilft dabei, aus ADP – vereinfacht gesagt dem „entladenen“ ATP – innerhalb kürzester Zeit wieder nutzbares ATP herzustellen.
Einfach erklärt
ATP ist wie eine wiederaufladbare Batterie für unsere Zellen. Kreatin liefert nicht selbst die gesamte Energie, unterstützt aber das schnelle Aufladen dieser Batterie. Das ist besonders wichtig, wenn Muskeln oder andere Zellen kurzfristig viel Energie benötigen. Deshalb ist Kreatin nicht nur für den Kraftsport, sondern auch für die Forschung zu Gehirn, gesundem Altern und körperlicher Leistungsfähigkeit interessant.
Dieser Mechanismus erklärt, warum Kreatin vor allem bei kurzen, intensiven und wiederholten Belastungen eine wichtige Rolle spielt. Da auch das Gehirn und andere Organe kontinuierlich Energie benötigen, ist Kreatin längst nicht mehr nur für den Kraftsport interessant, sondern auch Gegenstand der Forschung zu kognitiver Leistungsfähigkeit und gesundem Altern.
Kreatin für Muskeln und körperliche Leistungsfähigkeit
Mit zunehmendem Alter wird es für die meisten von uns anspruchsvoller, unsere Muskelmasse und Kraft zu erhalten. Allerdings bedeutet anspruchsvoller nicht unmöglich, denn unsere Muskulatur bleibt unser gesamtes Leben sehr anpassungsfähig. Das bedeutet, dass regelmäßiges Krafttraining mit zunehmenden Alter entscheidende Reize setzen kann, um unsere Muskelmasse zu erhalten oder sogar zu erhöhen. Das ist auch der Grund, warum Kraftsport im Alter immer wichtiger wird. Und im Kraftsport liegt auch die wissenschaftlich am besten belegte Rolle von Kreatin. Es ersetzt natürlich kein Training, kann dessen Wirkung aber sehr sinnvoll ergänzen.

Eine Meta-Analyse mit älteren Erwachsenen zeigte, dass die Kombination aus Kreatin und Krafttraining im Durchschnitt zu größeren Fortschritten bei der fettfreien Körpermasse und bestimmten Kraftwerten führte als Krafttraining allein. Weitere Übersichtsarbeiten kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Wie groß der zusätzliche Effekt ausfällt, hängt unter anderem vom Trainingsprogramm, der Einnahme und der untersuchten Personengruppe ab.
Der entscheidende Zusammenhang
Krafttraining gibt der Muskulatur das Signal, sich anzupassen. Kreatin kann sie dabei unterstützen, auf diesen Reiz bestmöglich zu reagieren. Ohne regelmäßige Belastung fehlt jedoch das entscheidende Trainingssignal. Die Grundlage für den langfristigen Muskelerhalt bilden deshalb weiterhin progressives Krafttraining, eine ausreichende Proteinzufuhr, gute Erholung und viel Bewegung im Alltag. Kreatin kann hier eine sinnvolle Ergänzung sein.
Nicht nur im Fitnessstudio relevant
Muskelkraft benötigen wir nicht nur beim Hanteltraining. Sie hilft uns, Treppen zu steigen, Einkaufstaschen zu tragen, vom Boden aufzustehen oder längere Wanderungen zu bewältigen. Im höheren Alter trägt eine kräftige Muskulatur außerdem wesentlich dazu bei, beweglich und selbstständig zu bleiben.
Wie bedeutsam Kraft im Alter sein kann, zeigt die sogenannte Health-ABC-Studie mit 2.292 Erwachsenen zwischen 70 und 79 Jahren. Über einen Zeitraum von durchschnittlich knapp fünf Jahren war eine geringere Kraft der Oberschenkel- und Handmuskulatur mit einem höheren Sterberisiko verbunden. Bemerkenswert dabei: Die Muskelkraft war für diese Verbindung aussagekräftiger als die reine Muskelmasse. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, belegt sie allerdings keinen direkten Ursache-Wirkungs-Zusammenhang.
Auch wenn aufgrund des Studiendesigns keine Kausalität geziegt werden konnte, zeigt sie die Wichtigkeit einer gut funktionierenden Muskulatur im Alter. Um diese zu unterstützen kann daher auch Kreatin für Menschen interessant sein, die keine sportlichen Rekorde anstreben. Entscheidend ist die Verbindung mit einer passenden Form von Bewegung. Zwei bis drei gut strukturierte Krafteinheiten pro Woche können bereits eine solide Grundlage schaffen.
Was Kreatin mit dem Gehirn zu tun hat
Nicht nur unsere Muskeln benötigen ständig Energie. Auch unser Gehirn gehört zu den energieintensivsten Organen unseres Körpers. Nervenzellen müssen fortlaufend elektrische Spannungen aufrechterhalten, Signale weiterleiten und Informationen verarbeiten. Dabei ist ebenfalls das Kreatin-Phosphokreatin-System beteiligt.
Und auch hier lässt sich Phosphokreatin als eine Art schnell verfügbarer Energiepuffer verstehen. Deshalb konzentriert sich die Forschung mehr und mehr darauf, ob zusätzliches Kreatin unter bestimmten Bedingungen auch kognitive Funktionen wie Gedächtnis oder Aufmerksamkeit unterstützen kann.

Eine 2024 veröffentlichte Meta-Analyse fand Hinweise auf Vorteile in einzelnen kognitiven Bereichen. Andere wissenschaftliche Auswertungen bewerten die bisherige Studienlage zurückhaltender. Möglicherweise profitieren bestimmte Personengruppen stärker – etwa Menschen, die über ihre Ernährung wenig Kreatin aufnehmen, oder Personen, deren Gehirn zeitweise besonders stark gefordert ist.
Was bisher bekannt ist
- Kreatin ist auch am Energiestoffwechsel des Gehirns beteiligt.
- Erste Studien zeigen interessante Ergebnisse für einzelne kognitive Funktionen.
- Die beobachteten Effekte unterscheiden sich zwischen den Studien und Personengruppen.
- Kreatin ist kein allgemein belegtes Mittel zur Behandlung von Brain Fog.
Eine ausführlichere Einordnung findest Du in unserem Beitrag Kreatin fürs Gehirn: Was die Forschung über Konzentration, Gedächtnis und mentale Energie zeigt.
Wirkt Kreatin bei Männern und Frauen unterschiedlich?
Das Kreatin-System funktioniert bei Männern und Frauen grundsätzlich gleich. Dennoch können Körperzusammensetzung, Ernährung, Trainingszustand und Lebensphase beeinflussen, welchen Nutzen eine Ergänzung im Einzelfall bietet. Frauen waren in der Kreatinforschung lange deutlich unterrepräsentiert. Deshalb ist die Datenlage für einige frauenspezifische Lebensphasen noch weniger umfangreich untersucht als für junge männliche Sportler.
Besondere Aufmerksamkeit erhält inzwischen die Zeit rund um die Menopause. Die hormonellen Veränderungen können sich auf Muskelmasse, Regeneration, Schlaf und die wahrgenommene geistige Leistungsfähigkeit deutlich auswirken. Die Forschung untersucht daher zunehmend, welche Rolle Kreatin in dieser Lebensphase spielen kann und das - wenig überrraschend - in Verbindung mit Krafttraining.

Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend, lassen aber noch keine pauschale Aussage zu, dass Kreatin bei Frauen grundsätzlich stärker oder anders wirkt. Auch unterschiedliche Einnahmeempfehlungen allein aufgrund des Geschlechts lassen sich daraus bislang nicht ableiten.
Wenn Du mehr über Konzentrationsprobleme in dieser Lebensphase erfahren möchtest, lies unseren Beitrag Brain Fog in den Wechseljahren: Ursachen und was helfen kann.
Wie nimmt man Kreatin richtig ein?
Welche Form ist sinnvoll?
Kreatin-Monohydrat ist die mit Abstand am besten untersuchte Kreatinform. Andere Varianten werden häufig mit einer besseren Aufnahme oder besonderen Wirkungen beworben. Für eine generelle Überlegenheit gegenüber Kreatin-Monohydrat gibt es jedoch keine vergleichbar überzeugenden Belege.
Wie viel Kreatin sollte man einnehmen?
Für die tägliche Einnahme werden in Studien häufig 3 bis 5 Gramm Kreatin-Monohydrat verwendet. Eine solche Menge reicht für die meisten Erwachsenen aus, um die Kreatinspeicher über mehrere Wochen schrittweise zu erhöhen und anschließend auf einem höheren Niveau zu halten.
Alternativ wird die Menge manchmal an das Körpergewicht angepasst. Für den Alltag ist eine feste Tagesmenge jedoch meist einfacher. Und mehr ist auch nicht automatisch besser. Viel entscheidender sind die regelmäßige Einnahme, eine insgesamt ausgewogene Ernährung und, wenn Muskelkraft und Muskelmasse im Mittelpunkt stehen, die Kombination mit Krafttraining.
In Kombinationsprodukten kann Kreatin auch niedriger dosiert sein, da es dort Teil einer umfassenderen Rezeptur mit weiteren Inhaltsstoffen ist. Eine geringere Menge ist daher nicht automatisch mit der Dosierung eines reinen Kreatinpräparats vergleichbar, sollte aber auch nicht mit denselben Effekten gleichgesetzt werden. Entscheidend ist, welche Funktion das Kreatin innerhalb der Gesamtformulierung erfüllen soll.
Muss Kreatin täglich eingenommen werden?
Kreatin wirkt anders als Koffein: Eine einzelne Portion erzeugt normalerweise keinen unmittelbar spürbaren Effekt. Ziel der regelmäßigen Einnahme ist es, die Kreatinspeicher nach und nach aufzufüllen und anschließend auf einem erhöhten Niveau zu halten.
Der genaue Einnahmezeitpunkt ist für die meisten Menschen weniger entscheidend als die Regelmäßigkeit. Ob zum Frühstück oder nach dem Training, spielt im Alltag daher meist eine untergeordnete Rolle. Sinnvoll ist vor allem eine Routine, die sich dauerhaft einhalten lässt.
Ist eine Ladephase notwendig?
Bei einer Ladephase werden für einige Tage größere Mengen Kreatin auf mehrere Portionen verteilt. Dadurch füllen sich die Kreatinspeicher schneller.
Notwendig ist eine solche Phase jedoch nicht. Auch bei einer gleichbleibenden täglichen Einnahme steigen die Speicher – nur etwas langsamer. Für die langfristige Anwendung ist diese unkomplizierte Variante häufig alltagstauglicher und besser verträglich.
Mit oder ohne Mahlzeit?
Kreatin kann grundsätzlich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Wer auf eine Einnahme mit leerem Magen empfindlich reagiert, kann es zu einer Mahlzeit einnehmen oder die Tagesmenge aufteilen. Entscheidend ist auch hier eine Routine, die gut vertragen wird und zuverlässig in den Alltag passt.
Wassereinlagerungen, Verträglichkeit und Sicherheit
Zu Beginn der Einnahme kann das Körpergewicht etwas ansteigen. Das bedeutet nicht, dass plötzlich Körperfett aufgebaut wurde. Kreatin zieht Wasser in die Muskelzellen und erhöht dadurch den Wasseranteil in der Muskulatur.
Diese Reaktion unterscheidet sich von sichtbaren Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe, wie sie beispielsweise an Händen oder Knöcheln auftreten können. Wie stark sich das Gewicht verändert, ist individuell. Bei einer Ladephase kann der Anstieg deutlicher ausfallen als bei einer gleichbleibenden täglichen Einnahme.
Kreatin und der Kreatininwert
Kreatin wird im Körper teilweise zu Kreatinin abgebaut. Kreatinin ist ein natürliches Stoffwechselprodukt, das über die Nieren aus dem Blut gefiltert und mit dem Urin ausgeschieden wird. Durch die Einnahme von Kreatin kann der Kreatininwert im Blut deshalb leicht ansteigen. Da dieser Wert häufig zur Beurteilung der Nierenfunktion herangezogen wird, kann das die Interpretation eines Bluttests beeinflussen. Ein erhöhter Wert bedeutet in diesem Zusammenhang jedoch nicht automatisch, dass eine Nierenschädigung vorliegt.
Bei einer Blutuntersuchung solltest Du deshalb angeben, dass Du Kreatin einnimmst.
Kreatin-Monohydrat gehört zu den am intensivsten untersuchten Nahrungsergänzungsmitteln. Die Einnahme üblicher Mengen gilt bei gesunden Erwachsenen als gut untersucht. Mögliche Begleiterscheinungen sind vor allem eine Gewichtszunahme durch zusätzliches Wasser in der Muskulatur sowie vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden – insbesondere bei größeren Einzelportionen.
Bei einer Nierenerkrankung, während Schwangerschaft und Stillzeit, bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme oder bestehenden Erkrankungen sollte die Einnahme vorher ärztlich besprochen werden. Das gilt auch bei auffälligen Laborwerten oder Unsicherheiten hinsichtlich der Anwendung.
Was Kreatin nicht leisten kann
Kreatin kann die schnelle Bereitstellung von Zellenergie unterstützen, ersetzt jedoch weder Training noch eine ausgewogene Ernährung. Wer Muskelmasse und Kraft erhalten oder aufbauen möchte, muss der Muskulatur regelmäßig einen entsprechenden Belastungsreiz geben. Ohne diesen Reiz sind von Kreatin allein keine vergleichbaren Effekte zu erwarten.
Auch die möglichen Wirkungen auf Gedächtnis und Aufmerksamkeit sollten realistisch eingeordnet werden. Kreatin ist am Energiestoffwechsel des Gehirns beteiligt und erste Studien liefern interessante Hinweise. Es ist jedoch kein kurzfristiger Konzentrationsbooster und gleicht weder Schlafmangel noch anhaltenden Stress oder andere Ursachen einer verminderten geistigen Leistungsfähigkeit aus.
Kreatin ist daher kein Wundermittel, sondern eine mögliche Ergänzung innerhalb eines aktiven und gesundheitsbewussten Lebensstils.
Kreatin als Teil eines größeren Zusammenhangs
- Krafttraining setzt einen Anpassungsreiz.
- Protein und eine ausgewogene Ernährung liefern notwendige Baustoffe für den Muskelaufbau.
- Schlaf und Erholung ermöglichen Anpassung und Regeneration.
- Kreatin unterstützt die schnelle Wiederbereitstellung von Energie und kann eine sinnvolle Ergänzung sein.
Kreatin und Taurin: zwei unterschiedliche Aufgaben
Kreatin wird häufig gemeinsam mit Taurin kombiniert. Beide Substanzen kommen natürlicherweise im Körper vor, erfüllen jedoch unterschiedliche Funktionen.
Kreatin ist direkt am schnellen ATP-Puffersystem beteiligt und unterstützt die kurzfristige Bereitstellung von Zellenergie. Taurin liefert selbst keine Energie, ist aber an verschiedenen zellulären Prozessen beteiligt. Gut untersucht ist unter anderem seine Rolle bei der Regulation des Zellvolumens, der Stabilisierung von Zellmembranen und der Steuerung des Calciumhaushalts.
Die Kombination verfolgt damit einen breiteren Ansatz: Während Kreatin vor allem die schnelle Wiederbereitstellung von ATP unterstützt, setzt Taurin bei weiteren grundlegenden Funktionen innerhalb der Zelle an. Beide Inhaltsstoffe ergänzen sich daher konzeptionell innerhalb einer umfassenden Rezeptur.
Mehr dazu erfährst Du in unserem Artikel Kreatin und Taurin zusammen einnehmen – sinnvoll oder nicht?
Fazit: Kreatin ist mehr als ein Sport-Supplement
Kreatin ist weit mehr als ein klassischer Inhaltsstoff für Muskelaufbau und Fitnessstudio. Als Bestandteil des körpereigenen Energiesystems hilft es dabei, ATP besonders schnell wieder bereitzustellen – in der Muskulatur ebenso wie in anderen energieintensiven Geweben.
Gerade ab dem 40. Geburtstag gewinnt diese Funktion immer mehr an Bedeutung. Wir sollten unsere Kraft, Muskelmasse, Regeneration und körperliche Selbstständigkeit möglichst lange erhalten. Besonders gut untersucht ist Kreatin in Verbindung mit regelmäßigem Krafttraining. Gleichzeitig wächst das wissenschaftliche Interesse an seiner Rolle im Energiestoffwechsel des Gehirns.
Kreatin ist kein Ersatz für Bewegung, eine ausgewogene Ernährung oder ausreichende Erholung. Als Teil einer durchdachten Rezeptur und eines aktiven Lebensstils kann es jedoch einen sinnvollen Beitrag zur körperlichen Leistungsfähigkeit und zum gesunden Älterwerden leisten.
Kreatin ist nur ein Teil unseres Energiestoffwechsels
Körperliche und mentale Energie hängen nicht von einem einzelnen Stoff ab. Bewegung, Ernährung, Schlaf und eine zuverlässige Versorgung mit relevanten Nährstoffen schaffen gemeinsam die Grundlage für leistungsfähige Zellen.
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Ist Kreatin ab 40 sinnvoll?
Kreatin kann ab 40 ebenso wie in anderen Lebensphasen sinnvoll sein. Besonders gut untersucht ist die Kombination mit regelmäßigem Krafttraining. Der 40. Geburtstag stellt dabei keine biologische Grenze dar. Entscheidend sind Trainingsziel, Ernährung, Gesundheitszustand und individuelle Ausgangslage.
Kann man Kreatin auch ohne Sport einnehmen?
Das ist grundsätzlich möglich. Die überzeugendsten Ergebnisse für Muskelmasse und Kraft zeigen sich jedoch in Kombination mit Krafttraining. Ohne Bewegung sollte Kreatin nicht als Ersatz für einen aktiven Lebensstil betrachtet werden.
Ist Kreatin auch für Frauen geeignet?
Ja, Kreatin ist kein ausschließlich für Männer bestimmter Nährstoff. Frauen waren in der Forschung allerdings lange unterrepräsentiert. Mittlerweile werden mögliche Einsatzbereiche in verschiedenen weiblichen Lebensphasen intensiver untersucht.
Macht Kreatin automatisch muskulös?
Nein. Kreatin allein erzeugt keine ausgeprägte Muskelentwicklung. Muskelaufbau setzt vor allem regelmäßiges Krafttraining, eine ausreichende Nährstoffversorgung und Erholung voraus.
Hilft Kreatin gegen Brain Fog?
Kreatin ist am Energiestoffwechsel des Gehirns beteiligt, und einige Studien zeigen interessante kognitive Effekte. Die Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich. Kreatin ist deshalb keine nachgewiesene allgemeine Behandlung gegen Brain Fog.
Muss man bei Kreatin besonders viel trinken?
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist grundsätzlich sinnvoll. Es gibt jedoch keinen Grund, ohne individuellen Anlass zwanghaft übermäßig große Wassermengen zu trinken. Der Bedarf hängt unter anderem von Körpergröße, Aktivität, Ernährung, Temperatur und Gesundheitszustand ab.
Wann sollte man Kreatin einnehmen?
Der genaue Zeitpunkt ist meist weniger entscheidend als die regelmäßige Einnahme. Kreatin kann zu einer Mahlzeit, nach dem Training oder zu einem anderen gut passenden Zeitpunkt eingenommen werden.
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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden oder gesundheitlichen Fragen wende Dich bitte an Deine Ärztin, Deinen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson.
Referenzen
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